Dominic Winkelmann

Geboren und aufgewachsen in Wien, bin ich es gewohnt im täglichen Konsens mit unseren Behörden zu leben. Selbst, als Sohn eines Polizisten, wurde ich stets mit dem enormen Arbeitspensum und Leistungsdruck von Einsatzkräften konfrontiert. Im Austausch dafür bekommt man einen anständigen und krisensicheren Job und, mal mehr und mal weniger, öffentliche Anerkennung für seinen Dienst.

Mit 15 Jahren zog es mich, naheliegend, im Zuge eines Schulpraktikums zu einer unserer Rettungsorganisationen, wo ich erste Erfahrungen im Umgang mit erster Hilfe und dem hohen Anspruch an eine Behörde sammeln konnte.
Gefesselt von meinen Eindrücken, ließ mich das Rettungsdienstgewerbe nie wieder los, so dass ich 2008, mit 17 Jahren meinen Zivildienst vorzog und fortan meine Erfahrung als Sanitäter in der bevölkerungsdichtesten Metropole des Landes sammelte.
Neben zahlreichen Jobs und Berufsausbildungen, u.A. als Gefahrgutlenker, klassischer Masseur, medizinischer Fachangestellter in einem Wiener Krankenhaus oder auch Schüler für Krankenpflege, kam ich 2014 hauptberuflich zum Rettungsdienst und konnte mich 2018 für einen der begehrten Plätze bei der Berufsrettung Wien qualifizieren, wo ich seitdem als Notfallsanitäter NKI und Einsatzlenker arbeite.

Zutiefst erschüttert, von einem der tausenden Einsätze, welche ich in den vergangenen Jahren durchleben durfte, erwachte in mir der Wunsch, mich weitestgehend mit Prävention und Psychoedukation zu beschäftigen. Im Zuge meiner Wiedereingliederungen in den normalen Berufsalltag, brachte ich die gesammelten Eindrücke und verarbeiteten Emotionen meiner Erfahrungen in meinem Buch "Wenn Sie wüssten..." nieder und stieß so auf eine Resonanz, mit der ich nie gerechnet hätte. Zahlreiche Kollegen beglückwünschten mich nicht nur zu meinem Werk, sie begannen auch hemmungslos über ihre persönlichen Erfahrungen und damit verbundenen Emotionen zu sprechen und fanden endlich den Mut, altbekannte Muster des "unantastbaren Einsatzorgans" aufzubrechen. 

Nach dem langen Wunsch, meinen Kollegen und Mitmenschen in unangenehmen und aussergewöhnlichen Situationen beistehen zu können, absolvierte ich die Ausbildung zum PEER und legte meine Diplomprüfung zum Entspannungstrainer ab. Komplettiert wird mein Ausbildungsweg mit meinem derzeitigen Studium der Psychologie (BSc.), wo ich nach mein Wissen zielgerichtet auszubauen kann.

Mein Angebot des Entspannungstrainings richtet sich in erster Linie an Mitarbeiter von Einsatzorganisationen, dennoch erachte ich Entspannung als ein Grundrecht für jeden Menschen. Die Gesundheitsfabrik steht also Jedem offen, der Entspannung sucht!